das Landshuter Haus - Ein Haus mit Historie

Der Geiskopf mit 1097 Metern Höhe und der Einödriegel mit 1121 Metern Höhe zählen zu den besuchtesten Sportzentren des Bayrischen Waldes. Eine Sesselbahn und fünf Skilifte im Winter sowie die verschiedenen Biker-Abfahrten im Sommmer und nicht zu vergessen ein ausgezeichnet markiertes Wegenetz machen das Gebiet zu einem Brennpunkt der Bayerwald-Touristik.

Hier oben stand in über 1000 Metern Höhe einst das Bergdorf Oberbreitenau. Doch von ihm sind nur noch einige Mauerreste übrig. Das Leben in dieser Höhe war zu hart, die Verdienstmöglichkeiten zu gering, um auf Dauer hier oben leben zu können.



Doch ein Haus hat überlebt, wenn es heute auch ganz anders aussieht als einst: das “Landshuter Haus”. Im 16.Jahrhundert errichteten acht Untertanen der Freiherrn von Weißenstein hier ihre Höfe. Auf den Grundmauern eines 250 Jahre alten Hauses baute Hermann Greil 1840 einen neuen Bergbauernhof, der aber 1925 wegen Unwirtschaftlichkeit wieder aufgegeben wurde. Die Forstverwaltung kaufte das Haus, verpachtete es and die Sektion Landshut des Bayerischen Waldvereins. 1959 übernahm die Sektion Deggendorf das “Landshuter Haus”, die es 1962 auch kaufte. Doch 1965 brannte es völlig nieder.

Man baute es wieder auf. Die Hälfte wurde dann als Jugendherberge genützt, doch 1998 zog sich der Jugendherbergsverband zurück. Wie sollte es weitergehen? Da entschloß sich der Bayerische Waldverein unter seinem Präsidenten Landrat Heinz Wölfl aus Regen und dem Geschäftsführer Sepp Oswald zu einem mutigen Schritt: Er kaufte das Haus mitsamt dem Umschwung und ließ es für 400 000 Mark zu einem modernen Berghaus umbauen.


1999 konnte es wieder eröffnet werden und ist seither wieder das Ziel Tausender von Wanderern, Skilangläufern, Mountainbikern, welche auf dem Hochplateau die würzige Luft, die herrliche Aussicht in den Bayerischen Wald und vieles andere mehr genießen. Der Europäische Fernwanderweg E8 führt über das “Landshuter Haus”, fünf Wanderrouten gehen von hier aus und gleich südlich des Hauses ist ein kleines Naturschutzgebiet.

Es gibt sogar ein “Lied vom Landshuter Haus”, das Pieps Dengler dichtete und der Komponist der berühmten Waldlermesse, Ferdinand Neumeier aus Kirchberg im Wald, vertonte.